Sie können es nicht lassen

maybe freeDer Tabakriese Philip Morris wirbt erneut mit seiner „Maybe“-Kampagne, nachdem diese bereits mehrfach wegen Kritik eingestellt, im Jahr 2013 sogar gerichtlich verboten wurde.

Dieses mal lautet der Slogan „100% Maybe-free“, und wie es scheint, hat der Suchtmittelhersteller damit den Nerv der Zeit für einige ganz gut getroffen, wenn wir an die wahnwitzige schwarz-weisse Welt von Pegida oder HoGeSa denken, in der es nur „Wir oder die“, gut gegen böse, „Wahrheit“ gegen „Lügenpresse“ gibt. Mich wiedert das mindestens so an wie George W. Bushs „either you are with us, or you are with the terrorists.“.

Man fragt sich schon, was die Agentur des Tabakkonzerns da geritten hat. Immerhin bekommt es selbst Philip Morris nicht hin, seinen Kunden den Rauchertod 100% zuzusichern, neben dem „100% Maybe-free“ steht ganz groß die Pflicht-Satz „Rauchen kann tödlich sein.“ Kann. Muss nicht. Also doch ein ganz großes Maybe? Der Tod dürfte das einzige im Leben sein, dass wirklich für jeden von uns 100% maybe-free ist.

Ich halte es da lieber so, wie es ein weiser Facebook-Freund es einmal formulierte: „I don’t live in a world of absolutes.“

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