Das war das neunte Barcamp Stuttgart

So schnell ist es wieder vorbei: am Samstag und Sonntag war ich wieder einmal in der „alten Heimat“, um das neunte Barcamp Stuttgart (#bcs9) zu besuchen.

Nachdem das erste Barcamp Stuttgart im Jahr 2008 auch für mich das erste Barcamp überhaupt war, fühlte es sich ein bisschen wie „nach-Hause-kommen“ an, auch wenn ich – wieder eine Premiere -zum ersten Mal die „neuere“ Location erlebte. Denn bisher besuchte ich Stuttgarter Barcamps nur im Literaturhaus, doch seit 2014 fand das bcs im nahe gelegenen Hospitalhof statt. Und dieser Ort ist wirklich ideal für ein Barcamp, vor allem in dieser Größe.

Die Sessions, die ich besuchte, deckten wieder ein sehr breites Spektrum ab, von „Entwicklung moderner Web-Applikationen in 22 Schritten“ mit Jens bis hin zum Spiel „Minecraft“, vorgestellt von einem der jüngsten aktiven Barcamp-Teilnehmer. Natürlich gab es auch wieder die deutlich weniger technischen Themen wie „Abnehmen ist gar nicht schlimm“ in der Session von Sabine, in der ich auch meine Erfahrungen mit dem Thema „Fettlogik überwinden“ anbringen konnte. Eifrig diskutierten wir über mit @JasminHuether urbane Mobilität und autonome Fahrzeuge. Die Verpflegung beim anschließenden Abendessen war natürlich wieder hervorragend und in gewohnter Qualität vom Sponsor esskultur. Bevor es dann zu einigen langen Runden „Werwolf“ in den Düsterwald ging, entspannten wir mit Michael Gräfe zu „bunten Zahlen und Obst“.

Zum Start des Qualitätssonntags zog es mich erst einmal wieder in eine etwas technischere Session zum Thema „CSS Grid Layout Module“. Diese potentiell sehr interessante Layout-Technik für Websites, die Lennart von dreiQbik einer sehr exklusiven Runde vorstellte, steht leidere noch nicht in sehr vielen Browsern zur Verfügung, man sollte sie aber auf jeden Fall im Auge behalten. Ordnungsexpertin Anett Heim erklärte uns dann, wie wir nie wieder aufräumen müssen (indem alle Dinge ihren Platz bekommen und sofort nach Benutzung auch wieder an diesen Platz zurück kommen. Eigentlich einfach, aber man muss es halt auch machen).

Exklusive Einblicke in die doch recht dunkle Schlüsseldienste-Szene und praktische Tipps, wenn man sich mal aussperren sollte standen für mich als nächstes auf dem Sessionplan.

Mit einer Diskussionsrunde zum Thema „Demokratie“ bei Rolf Ahlichs vom Hospitalhof ging der Qualitätssonntag dann aber leider auch schon bald wieder zu Ende.

Das Jubiläums-Barcamp Stuttgart kündigte Organisator Jan übrigens auch gleich an, es soll am 16. und 17. September 2017 stattfinden und noch toller und auch größer werden.

An dieser Stelle bleibt mir noch, mich bei den Sponsoren zu bedanken, die das Barcamp wieder möglich gemacht haben:

[Updated 2016-09-19]

#bcnue7 – hier knackige Headline einfügen

An diesem Wochenende war wieder einmal Barcamp-Zeit in Nürnberg. Als ich zum ersten Mal auf dem Barcamp Nürnberg war, fand dieses im Klee-Center statt, seit 2014 hat sich mit der Grundig-Akademie aber eine neue Location gefunden. Auch wenn die als „Disco-Areal“ bekannte Klingenhofstraße nicht gerade zentral gelegen ist, hat sich die Akademie doch als Barcamp-tauglich erwiesen.

Mein persönliches Programm am Samstag war bunt gemischt und startete mit dem Thema „Scrum in der Schule“. Agiles Zusammenarbeiten scheint nicht nur in der Software-Entwicklung, sondern auch in der Wissensvermittlung noch viel Potential zu haben, so mein Eindruck von dieser Session.

„WordPress sind wir alle“ postulierte Frank Staude und erinnerte die Session-Teilnehmer daran, dass man als User von Open-Source Software gerne auch mal etwas an die Community zurück geben kann. Auch und gerade für Nicht-Programmierer zeigten sich hier vielfältige Möglichkeiten, von der Plugin-Bewertung über Foren-Teilnahme bis hin zu Übersetzungs-Arbeit für die deutsche WordPress-Community.  In einer weiteren Session stellte Frank übrigens vor, wie bei WordPress „Team-Kommunikation mit Slack“ betrieben wird. Leider litt die Live-Demo jedoch unter der langsamen Internet-Verbindung im Klingenhof-Areal.

Am Eindrücklichsten war für mich an diesem Barcamp-Samstag wohl die Session „Schöner Schreiben. Eure Blog-Posts“  von Christian.  Auch wenn ich das meiste sicher schon einmal gehört hatte, war das Auffrischen einiger Schreibregeln sicher hilfreich, um dem „Schulaufsatz-Syndrom“ entgegen zu wirken, welches ich bei einigen meiner längeren Blogposts selbst beobachtete. Das Thema regte mich zur Reflexion an, für welche Zielgruppe und mit welchem Anspruch ich dieses Blog überhaupt schreibe. Nicht zuletzt sind zum Beispiel Barcamp-Berichte wie dieser für mich ja auch eine Art persönlicher Notizbuch-Eintrag ohne Gedanken an Grimme- oder Pulitzerpreis.  Anderseits ist es ja nicht sonderlich schwer, einen Text etwas interessanter für die Leser zu gestalten. Christian und seiner Session möchte ich die Überschrift dieses Beitrags widmen.

Zuletzt bot ich noch meine eigene Session „Schuhe binden + Seemannsknoten“ an, die ich auch schon im März auf dem Barcamp Berlin gehalten habe. Dort war sie zwar deutlich besser besucht, aber auch in Nürnberg konnte ich jemandem damit helfen, den Unterschied zwischen dem sogenannten Altweiberknoten und Kreuzknoten zu erklären.

Abends wurde in gewohnter Barcamp-Tradition Werwolf gespielt und Powerpoint-Karaoke vorgeführt, doch ich lies mich von Niels in die bunte Welt der spaßigen Fan-Dubs entführen. „Schwarzer Kaffee, Junge“ – kannte ich zwar schon,  aber nicht die gesamte „Sinnlos im Weltraum“-Sammlung oder gar die sehr professionell gemachten „Bad Lip Reading“-Folgen.

Vom Sonntag auf dem Barcamp Nürnberg 2015 – unter anderem mit „Jagd auf Mister X“ und „Freifunk Franken“ – erzähle ich in den kommenden Tagen.

 

Barcamp Stuttgart – der Sonntag

Der Sonntag beim Barcamp geht immer irgendwie ziemlich schnell rum finde ich. Frühstück – Sessions  – Mittagessen – Sessions -Feierabend

Zuerst habe ich mir von Oliver Gassner  erzählen lassen, was ich noch nicht über Google+ wusste (interessantester Aspekt für mich: Google + Authorship Mitgliedschaften. Habe ich gleich mal aufgesetzt, hat aber bisher bei Suchergebnissen noch keinen Erfolg gezeigt).

In Anschluss an die Google+-Session hat uns Michael Schommer erzählt, dass wir von Google ja eigentlich sowieso die Finger lassen müssen, wenn wir im „Cyberwar“ gewinnen wollen.  Eine seiner Präsentationen zu dem Thema findet man auf der Website des Webmontags Stuttgart vom 9. September. Auch gut: prism-break.com

Weil wir diese Session etwas überzogen haben, war das leckere Fingerfood-Buffet schon ganz schön ausgedünnt, als ich zur Mittagspause ging. Die darauf folgende Session-Runde habe ich ausfallen lassen.

Über Jans Session „Spiritualität und Social Media“ muss ich wohl noch etwas nachdenken. Aber das war schon unser „Wort zum Sonntag“ –  ich habe dennoch viele belebende Anregungen mitgenommen.

Meine letzte Session beim diesjährigen Barcamp Stuttgart: Digitale Bildbearbeitung Open Source von und mit Jan Hagelauer. Hier gab es einiges interessantes, mir noch nicht bekannte Tools für Bearbeitung von EXIF-Daten und Geotagging – und die Anregung, mal wieder GIMP auszuprobieren. Alle Links zu dieser Session findet Ihr hier.

Und dann war es auch schon wieder an der Zeit, Dankeschön an Jan und alle Helfer und Sponsoren zu sagen und sich zu verabschieden. Mein nächster Barcamp-Besuch steht schon in wenigen Wochen an: zum ersten mal möchte ich ein Barcamp außerhalb Stuttgarts besuchen, und zwar das Barcamp Nürnberg vom 1. – 3. November.

 

Barcamp Stuttgart – der Samstag

Das 6. Stuttgarter Barcamp startete für mich wieder einmal mit der Vorabendparty, die erneut im Ratskeller stattfand. Nach dem Abendessen ging es gleich so richtig mit ein paar Runden Werwolf los. Villagers win.

Am Samstag morgen nach Frühstück, Vorstellungsrunde und Sessionplanung ging es bei mir gleich mit dem Thema „Essen“ weiter. Und zwar ging es um selbstgemachtes Essen. Sven stellte ein vielvertsprechendes Ketchup-Rezept vor, ich stellte eine schnelle Variante mit Tomatenmark und Gewürzen vor, werde aber sicher auch mal Svens Version ausprobieren. In der Diskussion habe ich dann interessantes über den Thermomix und andere Küchengerätschaften erfahren.

Nach dem Mittagessen (wieder lecker vom Sponsor Esskultur) ging es zur Prezi-Session von Martin. Prezi kenne ich zwar schon, aber man lernt ja immer wieder mal was neues und so hatte auch diese Session noch den einen oder anderen praktischen Tipp für mich zu bieten.

Was ich am Barcamp so mag, es gibt sehr viele nicht-technische Themen. So auch die nächste von mir besuchte Session: Fitness ohne Fitness-Studio. Angelehnt an „You Are Your Own Gym“ gab es auch hier interessante Anregungen für das Trainieren mit dem eigenen Körpergewicht, aber auch Anstöße zur Motivation und zum Körperbewusstsein.

Danach habe ich mich erst mal zum English Shop aufgemacht, um einen Single Malt für das Whisky-Tasting zu besorgen, welches heute abend in einer Night Session stattfinden soll. Ihr merkt schon: der kulinarische Faden zieht sich durch dieses Barcamp.

Weiter ging es mit Zellmi’s Session zum Thema Arbeitskultur – Legosteine, Gummibärchen und  Dragondreaming…  Außerdem habe ich das Maßnahmenboard kennengelernt.

Persönlichkeitsentwicklung – und dann? @jantheofel erzählt von seinem „Weg zu sich selbst“, wenn ich das mal so verkürzt formulieren darf.

Nach dem Abendessen trafen wir uns alle wieder im „Plenum“, das Ergebnis der abgehaltenen „Bundestagswahl“ wurde bekannt gegeben. Die Piraten verloren ihre absolute Mehrheit. Das Ergebnis im Detail: Wahlbeteiligung 70%: Piraten 34%, Grüne 29%, SPD 10% CDU 8%, Linke 8%, FDP 4%. Unter allen Wählern wurden Preise verlost – und ich habe tatsächlich einen Preis gewonnen: Camtasia.

Das Whisky Tasting funktionierte folgendermaßen: Jeder der daran teilnehmen wollte, musste als Eintrittskarte eine Flasche Single Malt Whisky zum Verkosten mitbringen. Man hatte aus der Erfahrung vergangener Barcamps gelernt, wo einige wenige Whisky-„Sponsoren“ fast das gesamte Barcamp versorgten.

Da ich zugesagt habe, bei der Iron Blogger Lesung einen meiner Beiträge vorzustellen musste ich die Whiskyverkostung unterbrechen, aber es hat sich gelohnt, die kleine aber feine Runde von Ironbloggern hat sich sehr gut unterhalten. Zum Abschluss des ersten Tages konnte ich dann sogar noch bei einer Runde Werwolf mitspielen.

[]Links und weitere Updates folgen]

#bcs6 – das sechste Stuttgarter Barcamp – noch Plätze frei

Gestern eröffntete Jan Theofel die Anmeldung zum sechsten Stuttgarter Barcamp im Literaturhaus. Pünktlich um 12:00 Uhr mittags wurde die Anmeldeseite freigeschaltet und ich konnte mir auch gleich einen der ersten Plätze sichern, da ich gemütlich im Büro saß und auch die Internetverbindung keine Schwierigkeiten machte. Aber andere haben die Anmeldung auch unter weit widrigen Umständen erfolgreich absolviert.

Die gute Nachricht für alle, die auch vom 20.  bis 22. September in Stuttgart dabei sein möchten: es gibt derzeit für alle drei Tage noch Karten, selbst für die Vorabendparty am Freitag, die letztes Jahr schon sehr schnell „ausverkauft“ war. Teilweise mag dies auch damit zusammenhängen, dass der Veranstalter dieses Jahr erstmals Geld von den Teilnehmern verlangt – Zehn Euro pro Tag, fünfzehn Euro Verhzehrgutschein für den Freitagabend. Meiner Meinung nach sind diese Preise sehr „reel“ und angemessen, vor allem wenn man das  in Stuttgart immer wieder reichhaltige und leckere Speisen- und Getränkeangebot beachtet.

So freue mich mich schon jetzt auf ein abwechslungsreiches Wochenende, überlege mir nebenbei schon wieder ein Session-Thema und hoffe, dass auch Zeit für die ein oder andere Runde Werwolf bleibt. Nun werde ich erstmal Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl am 22. September beantragen.