Von Lurchen und Leguanen

Als ich kürzlich das Buch „Axolotl Roadkill“ von Helene Hegemann im Buchhandel sah, fiel mir erst mal nur das im Deutschen doch recht seltene Wort „Roadkill“ auf, welches mich seit über zehn Jahren im Form meiner privaten Domain und auch dieses Weblogs mit dem (Unter-)Titel „Iguana/Roadkill“ begleitet. Dem weiteren Titel und auch dem Coverbild des Romans schenkte ich nach kurzem Durchlesen des Klappentextes keine weitere Beachtung.

Nachdem nun aber am Wochenende im Blog Gefühlskonserve von Deef Pirmasens Plagiatvorwürfe gegen die junge Autorin erhoben wurden, habe ich dann doch mal Wikipedia „aufgeschlagen“ um nachzuschauen, wer oder was ein Axolotl eigentlich ist: ein „nachtaktiver mexikanischer Schwanzlurch aus der Familie der Querzahnmolche“. Das ist natürlich etwas ganz anderes als ein Leguan, „dessen Lebensraum in Mittelamerika und Südamerika liegt“. Und da die Axolotls sehr seltene Tiere sind, die nur in Seen um Mexico City leben, dürften sie auch bei weitem nicht so häufig das Opfer von Verkehrsunfällen werden, wie dies bei ihren reptilen Nachbarn der Fall sein durfte… Wobei man aber eher von „Roadkill Iguana“ als von „Iguana Roadkill“ sprechen würde.

Nun würde mich ja brennend interessieren, ob denn der eigentüm(!)liche Titel des Buches sich durch den Inhalt des selben aufklärt. Vielleicht schickt mir der Ullstein Verlag ja demnächst ein Belegexemplar – oder zumindest ein Rezensionsexemplar.

So gehts doch auch

gaschurn Den vierten Geburtstag dieses Weblogs feierte ich ganz unbewusst mit Freunden im österreichischen Gaschurn im Montafon, ohne Internet, ohne Fernsehen und (fast) ohne Radio, dafür mit guten Gesprächen, viel gutem Essen und Trinken und einer Menge Erholung.

Eine kurze Verschnaufpause vor dem Wahlkampf-Endspurt.

9-9-9

Vor 20 Jahren, im Jahre 1989 bin ich in die SPD eingetreten. Und auch wenn es einem die Partei – vor allem auf Bundesebene – nicht immer leicht macht, bin ich ihr treu geblieben. Austreten ist ja auch keine Lösung. Für 20 Jahre gibt es noch keine Ehrennadel, fünf Jahre muss ich mindestens noch durchhalten. Gerade in der Kommunalpolitik kann man duraus etwas bewegen, wie die Erfahrung zeigt.

Vor 10 Jahren, im Jahre 1999 hab ich mit dem Rauchen aufgehört. Auch wenn es im Prinzip gar nicht schwer war, betrachte ich es doch als eine große persönliche Leistung, die auch Mut machte und noch macht, andere Veränderungen anzugehen. So habe ich mich am Sonntag (im Jahre 2009) für ein Probetraining in einem neuen Fitness-Studio in unserer Nachbarschaft angemeldet, es geht mir – wie 1999 mit dem Rauchen auch – um meine Gesundheit. Nicht nur der Bauch nervt. Schade, dass immer erst ein gewisser Leidensdruck entstehen muss, bis ich mich zu Veränderungen entschließe, das ist nicht sehr gesund. Hoffnungen, ohne professionelle Anleitung und Hilfe abzunehmen, habe ich mittlerweile aufgegeben. Auch wenn mich manche Konzepte noch immer überzeugen.

Und zu guter Letzt begleitet mich die Domain roadkill.de nun auch schon seit 1999, feiert also dieses Jahr ihr zehnjähriges. Man darf nun gespannt sein, welche weiteren Neuerungen und Veränderungen das Jahr noch so bringt…

Wieder mal: Blog-Geburtstag knapp verpasst (und gestern ohne Handtuch gereist…)

Am 22. Mai 2005 veröffentlichte ich über diese Plattform den ersten Beitrag. Den dritten Geburtstag meines Weblogs verbrachte ich mit N. auf der Autobahn in Richtung Bremen – und auch die letzten drei Tage zog es uns bei schönstem Wetter zwischen den verschiedenen Familientreffen nicht so sehr ins Internet. Auch werde ich im Gegensatz zu Henning dieses Ereignis traditionell nicht mit einer Grillparty feiern.

Dennoch sind mir drei Jahre Bloggen schon eine kurze Meldung wert. Auch wenn ich in den letzten Monaten (unter anderem auch dank Twitter) eher seltener etwas schreibe, ist mir dieses Baby schon sehr ans Herz gewachsen. Zum ersten mal in meiner nun etwa 14-jährigen Online-Geschichte habe ich hiermit so etwas wie eine Heimat gefunden, eine Konstante, die mich auf den „Abenteuern im Netz“ begleitet.

Apropos verpasst: den gestrigen Towel Day verbrachten wir auch wieder auf der Autobahn. Ganz ohne Handtuch – aber auch ohne Anhalter…