Zwiebelnews

Ich bin ja bekennender Zwiebelfisch-Leser, und auch ein bisschen Stolz auf meine 36.050 Bytes of Fame von vor zwei Jahren. Aber der Zwiebelfisch-Newsletter ist irgendwie für die Katz. Bisher hatte ich den neuen Zwiebelfisch eigentlich immer schon gelesen, als der Newsletter bei mir eintraf. Sogar heute, obwohl ich noch gar nicht bei SPON war: der Artikel war Bestandteil des SPON-Channels bei AvantGo und dank Sync in letzer Minute schon auf meinem PDA. Feine Sache, das!

Stefan hört zu!

Podcast? Schon wieder was verpasst? Den Begriff habe ich natürlich schon gehört, aber so richtig eine Vorstellung davon hatte ich nicht – man kann sich ja nicht mit allem befassen ;). Gestern z.B. fragt mich doch mein Chef, was ich denn außer iTunes und Musicload.de noch für kommerzielle Musikdownload-Quellen kenne, und ich musste schlichtweg passen, da ich mich mit diesem Thema noch so gut wie überhaupt nicht auseinander gesetzt habe. Hab zwar zuhause iTunes installiert, das aber vorwiegend wegen der tollen, teils schrägen Webradio Feeds, wie z.B. Cowboy Cultural Society. Für’s häppchenweise Bestellen von Songs bin ich irgendwie (noch) nicht zu haben, dann doch lieber die CD, danke.

Nun habe ich mir aber gestern abend den Podcast meines „fellow Ludwigsburger“ Thomas Gigold auf den PDA gezogen und diesen heute im Zug nach Stuttgart angehört. Nun muss ich gleich mal sagen daß ich kein Vogelgezwitscher hören konnte, was aber sicher an der mangelhaften Tauglichkeit meines Medion-PDAs als MP3-Player liegt. Aber auch inhaltlich wäre es vermutlich interessanter gewesen, den Worten von Thomas schon am Freitag oder Samstag zu lauschen, und nicht vier, fünf Tage später. Aber ansonsten war es eine interessante Abwechslung zum Lesen der LKZ im Zug, und auch den nächsten Podcast von Thomas werde ich mir mal anhören.

Was mich darüber nachdenken lässt, meinen PDA upzugraden. 256 MB Speicherkarte sind einfach zu wenig, vor allem, wenn ca. 90% sowieso schon mit dem Kartenmaterial fürs Navigationssystem belegt sind. Ich hab in letzter Zeit sowieso öfter über Dinge wie mobile Festplatten und USB-Sticks nachgedacht. Aber mit dem PDA hab ich ja im Prinzip ja schon ein Gerät, das viele dieser Aufgaben übernehmen kann. Ich muss mich mal informieren, was das Gerät als maximale SD- oder MMC-Kartengröße akzeptiert – wenn nur die miese Audio-Qualität nicht wäre…

Ja, das Grillen war sehr entspannt

Das Mahl war lecker, die Unterhaltungen kurzweilig („DU hast in einer Speed-Metal-Band gespielt?!“). Es wurde zwar gegen später dann doch etwas kalt, doch zum Glück konnten wir uns ja in die Hütte zurückziehen. Auch mein neuer Schlafsack hat sich bei knapp 10°C wunderbar bewährt.

Und heute, während auf dem EPSON die letzten Feinheiten unserer Hochzeitseinladungen raus kamen (endlich fertig!), hatte ich dann schön viel Zeit, um die ganzen Kommentare zum Thema Spreeblick Verlag KG zu lesen… Da Spreeblick eines der wenigen Blogs ist, das auch ich in meiner noch jungen Karriere als Blogleser ziemlich regelmäßig belurkte, wünsche ich dem Projekt viel Glück und verfolge es interessiert.

sz-itis

WEIßES GOLD?! mich hat es echt aus den Socken gehauen, als ich das gesehen habe. Nicht die Tatsache dass Paulaner jetzt auch eine Beck(‚)s Gold-Kopie herausgebracht hat (eigentlich sogar zwei), das geht ja noch an. Aber dass das Bier als „DAS MILDE UND KLARE WEIßBIER“ verkauft wird – zumindest in der Anzeige, die ich gestern in einer Zeitschrift – welcher, tut hier nichts zur Sache (Hint: Frvgr 51 va qre Whav-Nhftnor iba ARBA) – gesehen habe. Auf der oben verlinkten Abbildung ist es leider nur schlecht zu erkennen. Dieses Phänomen verfolgt mich ja schon länger: bald so schlimm wie die überbordende Apostrophitis, tauchen immer mehr „ß“ (Scharf-s, sz, „Dreierles-Ess“ in unseren Breiten) in der direkten Umgebung von Versalbuchstaben auf, wo doch die einfache Regel lautet: bei der Verwendung von Versalbuchstaben wird „ß“ zu „SS“. Schlicht und ergreifend deshalb, weil das „ß“ ein Kleinbuchstabe (oder besser eine Ligatur aus mehreren, teilweise ausgestorbenen Kleinbuchstaben) ist und deshalb in der direkten Nachbarschaft von GROSSBUCHSTABEN nix zu suchen hat. Sieht ja auch albern aus: auf dem Paulaner-Etikett z.B. lese ich eher WEIBBIER als WEISSBIER… Genauso wie damals, als ich von der „BUßBGELDSTELLE“ Post bekam. Hab natürlich auch der Bubgeldstelle geantwortet 😉

Diese Regel scheint jedoch mehr und mehr in Vergessenheit zu geraten. Ich habe auch schon den Zwiebelfisch angeschrieben und sogar selbst nachgeforscht, ob im Zuge der Rechtschreibreform hier etwas geändert wurde und ich es nicht mitbekommen habe, doch bisher wurde dieser Verdacht nicht bestätigt. Es scheint also an der Unfähigkeit der Leute zu liegen – oder vielleicht an der Unzulänglichkeit ihrer DTP-Programme. Denn ich kann mich noch gut erinnern, daß z.B. der PageMaker, sogar als er noch von Aldus war, der lief unter Windows 3.11, das war Anfang der 90er-Jahre, die Umwandlung von „ß“ in „SS“ automatich vornahm, wenn man einen Text versal setzte.

Wahrscheinlich ist (mal wieder) Microsoft Schuld: probiert mal <p style="text-transform: uppercase; ">Weißbier</p> in Eurem Browser aus. Firefox beherrscht den Umgang mit Großbuchstaben jedenfalls besser als die Grafiker von Paulaner.

Aber halt: da fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Beck(‚)s Gold wurde mir beim ersten mal auch als „Frauenbier“ verkauft, vielleicht ist es ja schlichtweg Absicht von Paulaner, das Bier als „Weib(er)bier“ zu verkaufen?