Urlaubserinnerung: der Barraquito

Normalerweise trinke ich Espresso schwarz mit Zucker. Eine Spezialität, die mir Spanien-Urlauber einmal gezeigt haben ist allerdings der Cortado con leche condensada, oder noch kürzer Cortado Condensado, ein Espresso beziehungsweise Café solo mit gezuckerter Kondensmilch. Den habe ich zum Beispiel im Ludwigsburger Bubbles Cafe gerne ab und zu getrunken. Man muss schon sagen, durch die Süße kann man dieses Getränk schon eher als kleines Dessert – oder Bonbon bezeichnen, weshalb er in Spanien auch gerne so genannt wird („café bombón“). Die Kanarier gehen hier sogar noch etwas weiter und servieren den café leche leche, mit Milchschaum und gezuckerter Kondensmilch. Und die Krönung der kanarischen Kaffeekultur dürfte wohl der sogenannte Barraquito sein, welchen wir nun während unseres Urlaubs auf La Gomera kennen lernen durften. Für den Barraquito wird dem café leche leche noch ein Schuss Likör („Cuarenta y Tres“) hinzugefügt wird, mit Zimt und Zitronenzeste dekoriert. Krönung wohl auch deshalb, weil die verschiedenen Zutaten sich bei richtiger Zubereitung schön voneinander absetzen und zu dem leckeren Geschmack – hierbei handelt es sich wohl schon um einen Cocktrail – auch noch eine wunderbare Optik gesellt.

Am Flughafen auf Teneriffa haben wir beim Rückflug eine Flasche des spanischen Likörs erstanden und gönnen uns nun auch gelegentlich einen „kleinen Barrack“, wie unser Reiseleiter das Getränk gerne nannte. Das Kanarische Wetter konnten wir zwar nicht ins winterliche Deutschland mitnehmen, aber Erinnerungen daran lassen sich auf diesem Weg durchaus wieder hervorzaubern. Hier das recht ansehnliche Ergebnis der heutigen Zubereitung (ohne Zitronenzeste) kurz vor dem Genuss:

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