Das Meer aus Plastik

Felix Olschewski stellte in seinem Blog „Urgeschmack“ die durchaus provokante Frage, ob Vegetarier mehr Blut vergießen würden als Fleischesser und vergleicht dafür die Produktion von Weidefleisch mit der Produktion pflanzlicher Lebensmittel in Monokultur. Ein ganz interessanter Artikel, der einem wieder einmal vor Augen führt, dass eben – wie so oft im Leben – auch beim Thema Ernährung kein Schwarz-Weiß gibt und dass es diese eine ideale Ernährungsweise für alle Menschen auf diesem Planeten eben nicht gibt. Bekanntermaßen spielen für eine umweltgerechte Ernährung die Stichworte „regional“ und „saisonal“ eine große Rolle.

Das Fazit von Felix hat mich an das „mar del plástico“ in der Region Almería im Süden Spaniens erinnert, dass mir einmal auf Google Earth ins Auge sprang. Dieses Plastikmeer besteht aus abertausenden von Gewächshäusern und ist eine Basis dafür, dass es in den Supermärkten Europas zu jeder Jahreszeit Tomaten, Auberginen, Zucchini oder anderes Gemüse zu kaufen gibt. Und per Streetview habe ich an einem dieser Gewächshäuser, das sich von außen nicht von den Gewächshäusern in der direkten Nachbarschaft unterschieden hat, ein „Bio“-Siegel entdeckt. Ich fragte mich da schon, was denn der Umweltvorteil sein soll, der durch dieses sogenannte Biogemüse entsteht.

Bei den Recherchen für diesen Artikel konnte per Streetview leider kein Bio-Gewächshaus mehr finden, aber die Suche ist auch sehr mühselig. Aber wenn ihr möchtet, könnnt Ihr ja mal selber schauen: 


Mar de Plástico auf einer größeren Karte anzeigen

 Nicht zu verwechseln ist das mar del plastico übrigens mit einem anderen  Umweltproblem aus Plastik: den Strudeln aus Plastikmüll, die in unseren Ozeanen treiben. Doch das ist vermutlich Thema für einen eigenen Artikel…

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