Das größte Schiff der Welt entsteht…

Vielleicht kennt Ihr ja diese „Reportagen“ auf den sogenannten Nachrichtensendern, wo sie die größte Baustelle zeigen oder wie das größte Kreuzfahrtschiff gebaut wird, wo das spannendste natürlich immer erst nach der nächsten Werbe-Unterbrechung gezeigt wird?

Viel entspannter finde ich da dieses „Filmchen“, in dem Ihr Euch die Entstehung des größten Schiffes der Welt, des 400 Meter langen Containerfrachters “Mærsk Mc-Kinney Møller” in nur 76 Sekunden und sogar in HD anschauen könnt:

Via Segelreporter.com

Der Schiefbahnhof und die Projektförderpflicht

Das Wort „Projektförderpflicht“ wird im Zusammenhang mit dem „Merkel-, Murks- und Maulwurfbahnhof“ Stuttgart 21 oft verwendet. So wird zum Beispiel den grünen Teilen der Landesregierung gerne vorgeworfen, sie würden die Projektförderpflicht verletzen, wenn sie das Projekt an sich oder den Projektbetreiber Bahn kritisieren.

Doch was verbirgt sich hinter dieser sogenannten Pflicht, das Projekt zu fördern? Schauen wir einmal in den Finanzierungvertrag, um ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen. Dort heisst es im §16 „Schlussbestimmungen“:

(10) Die Vertragsparteien verpflichten sich, das Projekt zu fördern. Soweit der Flughafen (…) Baumaßnahmen an eigenen Anlagen durchführt, die nicht Gegenstand des Projektes sind, aber in engem Zusammenhang zu diesem stehen, wird er diese Maßnahmen auf das Projekt ausrichten und im Laufe des Projektfortschritts eventuell erforderliche Anpassungen auf eigene Kosten so vornehmen, dass sich hieraus keine Verzögerungen für das Projekt ergeben. Die Stadt strebt dies grundsätzlich für ihre Maßnahmen ebenfalls an.

Das ist alles – that’s it. Es gehrt lediglich darum, dass die Partner ihre sonstigen Baumaßnahmen nicht so gestalten, dass sie das Projekt verzögern oder behindern. Mehr steht da nicht, da steht nichts von Nibelungentreue oder Maulkorb. Und über die Finanzierungsvereinbarung hinausgehende Geldzuschüsse für das Projekt der Bahn lassen sich damit schon gar nicht begründen.

Neckar-Rems-Käpt’n

Heute morgen hatte ich Motorbootunterricht auf dem Neckar und auf der Rems in Remseck.

MOB
Üben des Person-über-Bord-Manövers – gleich darf die Boje baden gehen.

Sicher wundert sich der eine oder andere, wieso ich „zum Spaß“ Benzin verbrenne, um auf dem Neckar herumzuschippern. Doch die Motorbootstunden finden im Rahmen der Ausbildung zum Sportbootführerschein See statt. Dieser ist Voraussetzung für die Zulassung zum Sportküstenschifferschein, welcher wiederum das Chartern einer Segeljacht möglich macht. Doch ich gebe zu, es hat in der Tat Vergnügen bereitet, auf diesem Gewässer, das mir seit Kindheitstagen vor allem aus der Landrattensicht vertraut ist, einmal selbst das Ruder in die Hand nehmen zu dürfen.

Als kleine Anekdote: während ich die Ausbildung und Prüfung zum SBF Binnen auf einem Seegewässer, nämlich dem Peenestrom bei Wolgast ablegte, mache ich die SBF See-Praxis auf einem Binnengewässer – eben dem Neckar. Und ehrlich gesagt waren die Abendstunden letzten Juli im Seehafen von Wolgast auf dem „Geyer“ etwas angenehmer als der kalten März-Morgen in Remseck. Aber dass es auf dem Neckar im Sommer besonders schön ist, wusste ja bereits Mark Twain.

ueberholverbot
Hier gilt: Überholverbot. Aber es war eh nix los. Links im Bild der im März noch leere Anlegesteg.