Die Öffentlichkeit im Griff der Tabaklobby – dank FDP und CDU

Jeder, der sich derzeit in Deutschland durch den öffentlichen Raum bewegt, hat vermutlich schon mit der unsäglichen „Don’t be a Maybe“-Kampagne des Philip Morris-Konzerns für seine Zigarettenmarke Marlboro Bekanntschaft gemacht. Die Kampagne wurde in Lauf des Jahres 2012 schon einmal aufgrund der Kritik von Verbraucherschutzbehörden und -organisationen eingestellt, nun aber offensichtlich wiederbelebt. Umstritten an der Kampagne ist vor allem, dass sie sich wohl gezielt an Jugendliche richten soll, während es in Deutschland und Europa eigentlich verboten ist, Jugendliche durch zielgerichtete Darstellungen und Aussagen zum Rauchen zu veranlassen.

Die sinnbefreite Marlboro-Kampagne war bereits bei ihrer ersten Auflage im vergangenen Jahr das Ziel kreativen Adbustings. Beim Fakeblog gibt es einige hervorragende Beispiele und weitere Links.

Dass Plakatwerbung für Tabakprodukte in Deutschland überhaupt noch erlaubt ist, haben wir – es wird Euch wahrscheinlich kaum überraschen – der FDP zu verdanken, die ja aktuell leider noch immer an der Bundesregierung beteiligt ist. Anscheinend halten Wirtschaftminister Philipp „Morris“ Rösler und seine Spießgesellen die Eigentumsrechte der Tabakkonzerne für schützenswerter als die Gesundheit der Menschen. Eigentlich hat die Bundesrepublik ein Abkommen der Weltgesundheitsorganisation zur „Eindämmung des Tabakgebrauchs“ ratifiziert, doch die Umsetzunug in deutsches Recht wird von der FDP (und auch von der nicht minder lobbyhörigen Jungen Union) sabotiert. 

Empfehlen möchte ich in diesem Zusammenhang einen Beitrag des rbb-Magazins „Kontraste“ von vergangener Woche: Raucherlobby auf Erfolgskurs – Bundesregierung blockiert Werbeverbote für Zigaretten (als Video oder Transkript), der die Ausmaße des Einflusses der Tabaklobby auf die Parteien aufzeigt.

 

 

 

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