Caffettiera

Am Sonntag nachmittag kam sie, die plötzliche Eingebung. Ganz oben im Eckschrank, da könnte sie sein. Schnell stürmte ich in die Küche, der Hocker satnd griffbereit und so schnell wie sie begonnen hatte, war die Spontan-Expedition in die eher selten bereisten Regionen unserer Küche auch schon an ihrem Ziel: tatsächlich, im obersten Schrankregal, dort neben, ja fast schon hinter den großen Pizzatellern, hatte sie sich versteckt, die lange vermisste „Espressokanne“[1]. Den Keller hatten wir schon abgesucht nach ihr, in der Annahme, sie in unserer Campingkiste zurück gelassen zu haben, doch lange blieb sie verschollen.

Nachdem mir der Instant-Kaffee mittlerweile ein wenig zum Hals raushängt, bietet sich damit also eine weitere Methode der Kaffeezubereitung an. Einige Wochen bediente ich mich auch schon der im Kroatien-Segelurlaub kennengelernten Mokka-Kännchen-Technik, aber so ein richtig schön aufgedampfter Espresso ist schon etwas anderes. Am Montagmorgen wurde sie also gleich in den Wiederbetrieb aufgenommen. Lediglich die Gummidichtung im Gewinde oben muss ich wohl ersetzen, aber ansonsten funktioniert sie noch tadellos – und schon am zweiten Morgen hat es dann auch mit der Kaffee- und Wassermenge gut gepasst. Zur Krönung des ganzen fand ich sogar noch eine ungeöffnete Dose italienischen Espressopulvers!

[1] Natürlich kann man mit dieser Kanne aufgrund des niedrigen Drucks keinen richtigen Espresso herstellen, aber fürs erste bin ich mit dieser Art der Aufputschmittelzubereitung mehr als zufrieden.

2 Gedanken zu „Caffettiera

  1. So eine habe ich auch noch rumstehen. Original Bialetti. Leider ist die aus Aluminium, und mein Induktionsherd verweigert die Zusammenarbeit (aber sonst würde sie leckeren Kaffee machen).

  2. Witzig, das Teil (allerdings in Edelstahl) habe ich vor kurzem auch aus den Tiefen meines Küchenschrankes gefischt und nutze es seitdem wieder regelmäßig… 🙂

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