Der neue Bond

Selten war die Vorfreude auf einen neuen James-Bond-Film bei mir so groß wie bei „Skyfall“. Der aktuelle Darsteller Daniel Craig stellte nun zum dritten Mal den britischen Geheimagenten dar, der mittlerweile fast schon zum Weltkulturerbe gezählt werden kann. Die Meinungen über diesen Darsteller gehen ja auseinander. Für einige ist er der beste Bond seit dem jungen Sean Connery, andere, vor allem die, die mit Roger Moore als Bond groß geworden sind, können mit der eher rauen Art und dem weniger stark ausgeprägten britischen Snobismus wenig anfangen. Obwohl auch ich als ersten Bond-Film In tödlicher Mission“ und später „Octopussy“ mit Roger Moore sah, finde ich Daniel Craig eine gute Besetzung und auch den neuen Realismus im Vergleich zu den vorgenannten Filmen finde ich begrüßenswert. Doch auch dieser Realismus dürfte eher dem Wettbewerb geschuldet sein. hatte das James-Bond-Franchise in den frühen Achzigern doch Konkurrenten wie Star Wars, heute eher Filme wie „Die Hard“ oder die Bourne-Trilogie. Und dennoch schaffen sie es, den Charakter der Bond-Reihe am Leben zu erhalten, in Skyfall nicht zuletzt wegen der vielen Zitate älterer Filme in Form von Schauplätzen oder Fahrzeugen. Alles in allem bleiben die Produzenten auch mit diesem Film ihrem Weg treu, die Figur James Bond in ihrer jeweiligen Zeit zu verankern.

Etwas verstörend fand ich in „Skyfall“ die übertrieben wirkende deutsche Synchronisation von Javier Bardem – zumindest im Vergleich zum englischen Trailer. Ein Grund mehr, sich den Film so bald wie möglich noch mal mit dem englischen Originalsound anzuschauen. Ohne nun aber zu sehr in die Detailkritik zu gehen, würde ich dem Film das Prädikat „unbedingt anschauen“ geben. Für Bond-Fans ja sicher eine Pflichtübung.

Empfehlenswert ist übrigens auch das Interview mit der Produzentin Barbara Broccoli.

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