Rundfunkgebühren für alle!

Ich finde die Entscheidung, die Rundfunkgebühren nicht mehr geräte- sondern haushaltsgebunden zu erheben sehr gut. Zum einen entfällt der in die Privatsphäre eindringende Schnüffelapparat der GEZ, zum anderen halte ich solch eine Kulturflatrate, wie fefe diese Umstrukturierung zu Recht nennt, gesellschaftspolitisch durchaus sinnvoll.

Persönlich nutze ich vorwiegend öffentlich-rechtliche Rundfunkangebote – nicht nur, wenn ARD und ZDF die Spiele der Weltmeisterschaft übertragen. Im Radio läuft zumeist Das Ding oder der Deutschlandfunk (sonst hätte ich wohl erst Tage später von Köhlers Offenbarung erfahren).

Ich wünsche mir nur, dass diese Änderung bei der Gebührenerhebung auch zu etwas mehr Verantwortungsbewusstsein der Radio- und vor allem Fernsehmacher führen wird. ARD und ZDF haben meines Wissens nicht den Auftrag, in Konkurrenz zu den privaten Sendern zu treten, so könnte, auch zu Lasten vorübergehend sinkender Einschaltquoten auf ein Übermaß an Soap Operas, Telenovelas und Schlagersendungen verzichtet werden. Aber noch viel wichtiger fände ich, dass die öffentlich-rechtlichen Sender wieder politisch unabhängiger operieren würden. Auch wenn das eine mit dem anderen erstmal nichts zu tun hat, wäre die aktuelle Entscheidung des Rundfunkrats doch ein passender Anlass, die Entwicklungen der (auch jüngsten) Vergangenheit hier zu revidieren.

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