Von Lurchen und Leguanen

Als ich kürzlich das Buch „Axolotl Roadkill“ von Helene Hegemann im Buchhandel sah, fiel mir erst mal nur das im Deutschen doch recht seltene Wort „Roadkill“ auf, welches mich seit über zehn Jahren im Form meiner privaten Domain und auch dieses Weblogs mit dem (Unter-)Titel „Iguana/Roadkill“ begleitet. Dem weiteren Titel und auch dem Coverbild des Romans schenkte ich nach kurzem Durchlesen des Klappentextes keine weitere Beachtung.

Nachdem nun aber am Wochenende im Blog Gefühlskonserve von Deef Pirmasens Plagiatvorwürfe gegen die junge Autorin erhoben wurden, habe ich dann doch mal Wikipedia „aufgeschlagen“ um nachzuschauen, wer oder was ein Axolotl eigentlich ist: ein „nachtaktiver mexikanischer Schwanzlurch aus der Familie der Querzahnmolche“. Das ist natürlich etwas ganz anderes als ein Leguan, „dessen Lebensraum in Mittelamerika und Südamerika liegt“. Und da die Axolotls sehr seltene Tiere sind, die nur in Seen um Mexico City leben, dürften sie auch bei weitem nicht so häufig das Opfer von Verkehrsunfällen werden, wie dies bei ihren reptilen Nachbarn der Fall sein durfte… Wobei man aber eher von „Roadkill Iguana“ als von „Iguana Roadkill“ sprechen würde.

Nun würde mich ja brennend interessieren, ob denn der eigentüm(!)liche Titel des Buches sich durch den Inhalt des selben aufklärt. Vielleicht schickt mir der Ullstein Verlag ja demnächst ein Belegexemplar – oder zumindest ein Rezensionsexemplar.

5 Gedanken zu „Von Lurchen und Leguanen

  1. Die Inspiration des Titels durch Iguana Roadkill ist ja kaum fraglich (hat sie es mittlerweile eingeräumt und sich bedankt?), aber das Axolotl hat im Buch als eine recht hübsche Metapher für das Ewig-Larve-Sein, das Nicht-Erwachsenwerden durchaus eine Berechtigung.
    Nicht, dass ich es gelesen hätte.

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