Sommerfestival der Kulturen

Unverhofft kommt gut: gestern abend wollte ich eigentlich nur von der Haltestelle Rathaus durch die Stadt schlendern, auch verknüpft mit dem Hintergedanken der Nahrungsaufnahme, da tat sich auf dem Marktplatz ein musikalisches und kulinarisches Spektakel vor mir auf: das Sommerfestival der Kulturen. Begleitet von den Klängen der kubanischen A-Capella-Truppe „Vocal Sampling“ inspizierte ich die Stände, aß sauscharfes thailändisches Curry mit Tofu, trank billigen (günstigen) argentischen Rotwein und ließ mir sehr bereitwillig Flyer vom Freien Radio für Stuttgart sowie der Stuttgarter Esperanto-Gruppe in die Hand drücken.
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Flaggenaufregung – doch wo bleibt der Respekt?

Ich kann die Aufregung um die Deutschlandflagge in falscher Reihenfolge bei den Tagesthemen nicht ganz nachvollziehen. Natürlich ist es ein Fauxpas, aber ein durchaus verzeihlicher, wie ich finde.

Viel aufregenswürdiger finde ich da die vielen Autofähnchen, die außer den Nationalfarben auch noch einen Werbeaufdruck tragen. Ein Kölner Boulevardblatt, eine Winzergenossenschaft und ein Elektronikvertriebler sind mir dahingehend schon aufgefallen. Kommerzialisierung bis zum Erbrechen – was kommt als nächstes, die Nationalhymne mit Werbejingleeinblendung?

Auch wenn nationale Symbole wie Flagge und Hymne für mich persönlich keine sehr große Bedeutung haben, macht es doch einen Unterschied, ob sie versehentlich oder aus künstlerischen Gründen „fehlerhaft“, vielleicht sogar despektierlich dargestellt werden oder bewusst und in voller Absicht durch Werbung für die eigenen Interessen (Geld! Geld! Geld! Geld!) missbraucht werden.