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Er starrte auf den blinkenden Cursor. Das kleine blinkende Ding und die Software, die dafür verantwortlich war, erinnerten ihn an früher. Als er sich beim Lesen auszumalen versuchte, wie die Cyberpunk-Autoren – diese bewunderten Helden – ihre Texte verfassen. Auch wenn vermutlich einige von ihnen ihre Werke in Wirklichkeit noch auf altmodischen mechanischen oder elektrischen Schreibmaschinen verfasssten. Ein rührender Gedanke.

Der kleine blinkende Cursor war ihm Inspiration. Er fing an zu schreiben. Und wie der Text, grün auf schwarz, wuchs und gedieh, wurde dieser selbst wiederum zur Inspiration: er stellte sozuagen das Symbol des Zukünftigen im Vergangenen dar, das ursprüngliche Hacker-Interface:

„Greetings, Professor Falken.“

<blink>

<blink>

<blink>

Er konnte nicht weiterschreiben, ohne vorher noch ein wenig dem blinkenden Cursor zuzusehen, der Effekt war beeindruckend. Und auch bedrückend.
Denn schon war er an die Grenze gelangt. Wie sollte es weitergehen? Welche Richtung sollte der Text nehmen? Und: würde er überhaupt eine Wirkung erzielen, wenn er nicht in Grün auf Schwarz zu lesen wäre – und wenn am Ende des Textes kein Cursor mehr blinken würde? |

Dieser zugegeben etwas sinnfreie Text – länger wird er wohl nimmer – wurde durch das Programm Dark Room inspiriert und auch mit ihm verfasst, welches ich eben bei Don Dahlmann entdeckte. Der Text „funktioniert“ vermutlich nicht in allen Browsern, aber das ist egal.

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