Zweites Leben? Na, mal schaun…

Nun habe ich es – auch dank der tatkräftigen Unterstützung des Linden Labs Supports – doch noch in Second Life reingeschafft. Habe nun auch schon die eine oder andere Stunde in dieser virtuellen Welt verbracht, diese Zeit kam mir aber danach meist als verschwendete Zeit vor. Wenn man in SL niemanden kennt, ist der Aufenthalt dort recht, sagen wir, eintönig. Durchsucht man die Interaktive Karte nach grossen Avatar-Ansammlungen, stösst man zumeist auf Casinos oder Erotik-Angebote. Super. Davon habe ich in Form von Spam schon genug in meinem Posteingang, den Aufenthalt in einer virtuellen Welt möchte ich mir nicht auch noch damit „versüssen“.

OK, ein paar witzige Begebenheiten gabs durchaus, so bin ich mit meinen Avatar in einen lagerhausähnlichen Club nahe des CoreconCCs gelaufen und habe gleich von einer mir unbekannten Avatar-Dame einen Drink spendiert bekommen, den mein Avatar dann – alleine auf einer zu dieser Zeit einsamen Insel ein paar Pixel weiter – in einem Liegestuhl am Strand genoss, das Wellenrauschen genießend. Idyllisch. Ich (in Echt) hätte das sicher nötiger gehabt als mein Frischling von Avatar…

Allerdings habe ich schon sowas wie einen Lieblings-Ort in SL entdeckt: Gibson, eine verwinkelte Hochhausschlucht mit visuellen Zitaten und Anleihen aus diversen Cyberpunk-Geschichten und konspirativen Treffpunkten, versteckt in „stillgelegten“ U-Bahn-Stationen. Hier hat sich jemand wirklich viel Mühe gegeben. Sogar einen Raum namens „Black Sun“ kann man von dort aus erreichen. Der Avatar tritt wortwörtlich durch eine „Net Access“-Telefonzelle hindurch, um dorthin zu gelangen. Anscheinend findet dort auch ein Cyberpunk-Rollenspiel statt. Auf jeden Fall ist dies ein Ort, der meine Neugier auf Second Life doch noch aufrecht erhält.

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