Winterwanderung zum Rastwaggon

Unsere letzte Wanderung auf La Gomera ist nun ja schon wieder eine ganze weile her, deshalb nutzten wir heute das sonnige Wetter für eine kleine Winterwanderung. Wieder half uns der VGN bei der Tourenwahl. Bei den Wandertipps auf der Website des VGN gibt es sogar eine Filtermöglichkeit für Winterwanderungen. Wir entschieden uns – wohl vorwiegend wegen der interessanten Einkehrmöglichkeit am Ende – für die Wanderung „Über die Höhen des Pegnitztals zum Rastwaggon„.

Mit dem Regionalexpress der Bahn waren wir schnell in Neuhaus an der Pegnitz. Dem Lauf der „Bengatz“ folgend, ging es auf dem Bergrücken in Richtung Velden mit seinen interessanten Fachwerk-Scheunen und alten Mühl- und Wehranlagen.

In diesem Ort wollten wir eigentlich auf Kaffee und Kuchen einkehren, doch das „Café Central“ hat leider sonntags Ruhetag. Zum Glück hatten wir heißen Tee dabei und konnten die ersehnte Rast im winterlichen Sonnenschein bald nachholen. Den kurzweiligen Weg mit „kantigen Felsformationen, herrlichen Weitblicke in die Winterlandschaft und verschneiten Tälern“ (VGN-Website) setzten wir in Richtung Rupprechtstegen fort, um dort zum Ende der kleinen Wanderung in einem kleinen Restaurant einzukehren, das in einem alten grünen Bahnwaggon untergebracht ist. Nach Gyros mit Reis beziehungsweise Calamari mit Reis und einem Kaffee ging es mit der Bahn zurück nach Nürnberg.

Rastwaggon""

Server-Umzug

Seit heute läuft „Hinten beim Bier“ auf einem neuen Server bei einem neuen Hosting-Anbieter. Von Beginn an wurde das Blog (anfangs unter anderem Namen) auf dem Root-Server eines ehemaligen Arbeitskollegen von mir gehostet. Seit Anfang Januar wechsele ich zum Hoster manitu (Danke an Besim für den Tipp) – und am Wochenende habe ich nun auch das Blog endlich einmal umgezogen. Es scheint auf den ersten Blick alles ganz gut zu funktionieren. Wenn Euch etwas auffällt, hinterlasst doch bitte einen Kommentar.

Symbolisches Beitragsbild: Robert Scoble – Tag on Tim Berners-Lee’s original NeXT machine — first Web server (CC BY 2.0)

Die Killer-Diesel

Es war ein großes Thema in den Nachrichten dieser Woche: eine Untersuchung des unabhängigen ICCT-Instituts ergab, dass „moderne“ Diesel-PKW mehr also doppelt so viel giftige Stickoxide (NOx) ausstoßen als moderne LKW-Motoren. Dass diese „Killer-Diesel“ überhaupt auf unseren Straßen herumfahren dürfen, liegt an der Erhebung der Messdaten, denn im Gegensatz zu LKW und Bussen, deren ihren Schadstoffausstoß im echten Betrieb auf der Straße gemessen wird, gelten für PKW andere Normen und Gesetze. Hier sind wir auch schon um den als „Diesel-Gate“ bekannt gewordenen Skandal um Volkswagen und andere Autohersteller, die zwar im Prüflabor relativ strenge Grenzwerte einhalten konnten, aber selbst diese Werte wurden nur durch Manipulation der Motoren erreicht.

Ich möchte hier kein VW-Bashing betreiben, denn auch die meisten anderen Autohersteller wurden ja mittlerweile ähnlicher Methoden der Messwertmanipulation überführt. Vielmehr sehe ich hier die Politik in der Verantwortung, die diese Art des Betrugs ja überhaupt erst ermöglicht hat. Wie uns der ICCT-Bericht erneut zeigt steht vor der möglichen Manipulation im Labor ja erst einmal die Richtlinie, die keine Abgastests im echten Betrieb vorsieht. Und es wird wohl kaum bezweifelt werden, dass solche Richtlinien von Politik und Autolobby Hand in Hand verabschiedet wurden. Die engen Verknüpfungen der Autoindustrie zur deutschen Politik sind ja auch kein Geheimnis. Noch immer führt der ehemalige Bundesverkehrsminister und langjährige CDU-Bundestagsabgeordnete Matthias Wissmann den Bundesverband der Automobilindustrie an.

Laut einer Studie des Max-Planck-Instituts für Chemie sterben in Deutschland jährlich etwa 7000 Menschen an den Folgen der Verkehrs-Emissionen. Das sind mehr als doppelt so viele Tote durch Schadstoffe als durch Verkehrsunfälle. Und selbst diese Zahl ist noch um ein vielfaches höher als die Zahl aller Toten, die es in der Bundesrepublik Deutschland je durch Terror(ismus) gegeben hat (und, diese Prognose wage ich, je geben wird). Dennoch fällt den Wahlkämpfern von CDU, CSU und SPD nun nichts besseres ein, als schärfere Sicherheits-Gesetze zu entwerfen – und auch den Medien sind Berichte über minutiöse Details zu irgendwelchen Attentaten wichtiger als die restlose Aufklärung des riesigen als „Diesel-Gate“ bekannt gewordenen Skandals. Ein Skandal weltweiten Ausmaßes gegen den man eigentlich auf die Straße gehen müsste, wie wir es noch vor wenigen Jahren in großer Zahl gegen die Atomenergie gemacht haben.

 

 

Ein frohes neues Jahr!

Ich wünsche allen, die hier reinschauen für das neue Jahr 2017 alles Gute und hoffe, Ihr seid auch so schön reingerutscht wie wir. Wir feierten mit Freunden bei uns zuhause ganz klassisch bei „Dinner for One“, Getränken und Fondue.

Die Woche „zwischen den Jahren“ (ich mag diesen Ausdruck) lag ich leider mit einer fiesen Erkältung krank geschrieben im Bett, wodurch mir unter anderem ein geplanter Kinobesuch (Rogue One) und eine Lesung von Max Goldt entging. Für letztere fand sich glücklicherweise noch spontan eine Vertretung. Und ich bekam als Entschädigung ein Mitbringsel von der Lesung: den Band „Lust auf etwas Perkussion, mein kleiner Wuschel?“ von Katz und Goldt. Mit persönlicher Widmung! Danke! 🙂