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James Bond 007: SPECTRE

Die Ankündigung des 24. „offiziellen“ Films der James-Bond Reihe sorgte bei mir für eine gewisse Vorfreude. Daran dürfte vor allem der gute Eindruck, den Skyfall hinterlassen hat, verantwortlich gewesen sein. Bereits am 7. November war es soweit und wir haben einmal das kleine Nachbarschaftskino „Roxy Renessaince Cinema“ im Nürnberger Süden getestet. Dort werden vorwiegend Filme im Originalton gezeigt, und die Synchronisation von „Skyfall“ hat bei mir einen teilweise negativen Eindruck hinterlassen. Bei unserem Besuch am vorletzten Freitag war das Kino für die „SPECTRE“-Vorführung zum ersten mal ausverkauft, wie die Betreiber stolz verkündeten.

„SPECTRE“ ist solides Bond-Handwerk in zeitgemäßer Adaption. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und auch die Spannung kam nicht zu kurz. Auf die Geschichte möchte ich gar nicht weiter eingehen, das haben andere schon zu genüge getan, wenn auch mit anderen Schlussfolgerungen als ich 🙂 Aber eigentlich ist alles vorhanden, was man von einem „Bond“ erwartet. Es gibt mit Mexico City, Nordafrika und den Alpen exotische Drehorte, er darf Autos zu Schrott fahren und anderes Spielzeug einsetzen, und auch die Frauen „an Bonds Seite“ kommen nicht zu kurz. Mit dem Auftritt Monica Belluccis hat Bond wohl übrigens zum ersten Mal in der Filmreihe eine Affäre mit einer Frau seines Alters.

Zugegeben, die Darstellung des Bösewichts Blofeld, die Christoph Walz liefern durfte, kommt nicht an seinen „Hans Landa“ in Inglorius Basterds heran, aber wenn wir ehrlich sind ist James Bond ja auch kein Autorenkino im Tarantino-Format und muss letztendlich ein ganz anderes und vor allem breiteres Publikum bedienen.

Beeindruckend fand ich wiederum die Darstellung der Teamarbeit zwischen Bond, seinem Vorgesetzten M, dem Quartermaster Q und auch der in den Innendienst versetzten Moneypenny. Außerdem hatte der Film mit der Instrumentalisierung des Terrorismus als Begründung für eine lückenlose elektronische Überwachung der Bevölkerung einen mehr als aktuellen, nach den Anschlägen von Paris zumal bitteren Hintergrund, und eigentlich eine gehörige Portion Geheimdienstkritik.

Ich bin jedenfalls gespannt, ob wir Daniel Craig noch einmal in der Rolle des Doppel-Null-Agenten sehen werden. Meiner Meinung nach ist und bleibt er der beste Bond seit Sean Connery.

SPECTRE LOGO: Gemeinfrei
Foto: London from a hot air balloo by Daniel Chapma (Flickr) [CC BY 2.0 (http://creativecommons.org/licenses/by/2.0)], via Wikimedia Commons“