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Too Many Sheep in Scotland?

Nun gut, die Schotten haben sich also mit recht eindeutiger Mehrheit gegen einen Abspaltung vom Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland entschieden. “Nur” 45% der Abstimmnenden haben sich für Schottland als unabhägiges Land ausgesprochen, 55% dagegen. Und auch wenn es vereinzelte Aufschreie gibt, das Referendum sei manipuliert worden (wie in diesem Video behauptet) oder die Wahl nach Ansicht russischer Beobachter nicht internationalen demokratischen Standards genügte, so muss man das Ergebnis wohl akzeptieren.

scotland_orkney Ich fürchte, auch hier hat wieder einmal das “FUD”-Prinzip gefruchtet, das von wahlkämpfenden Politikern so gerne angewandt wird: Fear (Angst), Uncertainty (Ungewissheit) und Doubt (Zweifel) wurden ja im Wahlkampf kräftig geschürt: was passiert mit den Renten, was mit der EU-Mitliedschaft. Firmen drohten gar mit einer kompletten Abwanderung aus Schottland, eine Methode, die wir ja auch in Baden-Württemberg bei der Entscheidung um den Ausstieg aus dem Tiefbahnhofsbau beobachten konnten.

Interessant wird nun werden, ob die Politik die geäußerten Zusagen an eine stärkere Autarkie Schottlands wahr macht, oder ob es sich nur um die üblichen Versprechungen handelte, die man bei Wahlkämpfen halt so von sich gibt.

Die Anregung zum Titel dieses Beitrags stammt übrigens von hier.

baglietto

“It’s not for sale”?

Auch wenn ich mal längere keine Zeit zum Segeln habe, lese ich dennoch gerne von der Seefahrt, höre gelegentlich lustige Shanties – oder schaue ich mir mehr oder weniger maritime Filme an – und gerne auch mal solche mit schönen Boote, wie in dem Werbefilmchen “The Gentlemen’s Wager” mit Jude Law und Giancarlo Giannini, (letzterer ist ist dem geneigten Leser vielleicht noch als “René Mathis” aus den James Bond Filmen “Casino Royale” und “Ein Quantum Trost”  in Erinnerung).

In dem Film der schottischen Whiskymarke “Johnny Walker” gehen die beiden “Gentlemen” eine Art Wette um ein sehr schönes, altes italienisches Segelschiff ein, das angeblich nicht zu verkaufen sei.

Wenn man Tante Google nach dem Schiff befragt – es gibt wohl nicht mehr viele Schiffe, die 1928 von der Baglietto Werft im ligurischen Varazze gebaut wurden – finden sich allerdings einige Websites, die das Schiff als zu verkaufen aufführen, wobei der Preis etwa eine Million Euro betragen soll – also wenn zwar nicht unbedingt unverkäuflich, so doch immerhin im Rahmen “unbezahlbar”. Der Charterpreis für die 30-Meter-Yacht, die mittlerweile den Namen Sincerity, beträgt übrigens 13.500 US$.

Na ja. Man darf ja träumen. Und auch wenn ich durchaus gerne mal auf einem solchen Boot mitsegeln würde, tut es ein paar Nummern kleiner auch ziemlich gut.

 

Scottish Flag over Neidpath Castle

Schottlands Entscheidung


Schlachtfeld von CulloddenWenn ich ein Land bereise, gehe ich immer eine gewisse Bindung mit ihm ein. Auch bei unserer Schottlandreise Ende Juli/Anfang August ging es mir so. Und zahlreiche unvergessliche Erinnerungen sorgen dafür, dass solch eine Bindung natürlich auch nach dem Urlaub nicht abrupt abbricht. Eine auffällige Besonderheit unserer Schottland-Reise war der derzeitige Wahlkampf für das Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands, welches am 18. September abgehalten werden soll. Und so verfolge ich diese spannende Frage natürlich auch weiterhin.

Die BBC beleuchtet in einer immersiven Story  ihres Korrespondenten Allan Little die Veränderung des Landes und die geschichtlichen Hintergründe der bevorstehenden “Entscheidung Schottlands” (via fefe). Die multimediale Microsite, wie wir das früher genannt hätten, vermittelt mittels Text, Bildern und Videodokumenten eine interessante Einschätzung der schottischen Unabhängigkeitsbewegung.

In den Umfragen sieht das Ergebnis des Referendums derzeit übrigens relativ knapp aus, wenn auch die Mehrheit wohl gegen eine Unabhängigkeit Schottlands stimmen würde. Dieser Eindruck entstand auch bei unserem Schottland-Besuch.

“This Industry is crazy!”

Das australische Fotomodell Meaghan Kausman wehrte sich mittels eines Instagram-Beitrags gegen die extreme Photoshop-Bearbeitung Ihres Körpers auf einem Werbefoto.

Sie sei schockiert über die drastische Bearbeitung von Bauch und Schenkeln in dem Foto und dem Versuch, sie damit in ein kulturelles Schönheitsideal zwängen zu wollen. Sie wollen nicht daneben stehen und irgendeiner Firma oder Person erlauben, den Glauben zu verfestigen, das “dünner” mit “besser” gleichzusetzen sei.

Auf Huffington Post ergänzt sie ihre Anmerkungen: Es sei inakzeptabel ein Frauen- oder auch Männerbild als erstrebenswert anzupreisen, welches unerreichbar sei und schlicht nicht existiere.

Natürlich ist eine Bildretusche gerade in der Mode- oder Kosmetikwerbung nicht vermeidbar. Doch leider ist eine solche (auch oft solche eine drastische) Bearbeitung ja keine Seltenheit, sondern gehört wohl eher zum Alltag. In der Realität führen solche – durchweg unrealistischen, weil mit Photoshop erschaffenen und real kaum erreichbaren – Schönheitsideale dann leider aber auch zu Verhaltensänderungen iwe Essstörungen bis hin zu anderen gesundheitlichen Schäden.

Meaghan’s Vater, Dr. Rick Kausman, ist übrigens Autor und verbreitet Programme zum Thema Ernährung und “Non-Dieting”. Er schlug in einem Interview mit dem australischen Fernsehsender “nine MSN” vor, Bilder wie das überarbeitet Bild seiner Tochter, sollten einen Zusatz tragen, dass sie entsprechend bearbeitet sind. Doch bis dies, falls überhaupt, je passieren sollte, hoffe ich persönlich, dass noch mehr mutige Models und Verantwortliche auf solch extreme Überarbeitungen aufmerksam machen.

Der Blick auf die Bühne des Lebens