Umsteigen in Paris CDG? Das wünsche ich niemandem

Der geneigte Leser hat ja schon mitbekommen, dass ich kürzlich in Schottland weilte. Der Flug von Nürnberg über Amsterdam nach Edinburgh von war ganz ok. Der Urlaub herrlich, dazu eventuell ein anderes Mal. Doch der Rückflug mit Air France über den Flughafen Paris Charles de Gaulle war, vor allem wegen des “Umsteigeerlebnisses” nicht so prickelnd.

Nachdem unser Flug von Edinburgh sogar 15 Minuten früher als geplant landete, wurden wir vom Rollfeld erst mal in einen Bus verfrachtet und gefühlte Stunden lang über den Flughafen gegondelt, über Brücken, durch Tunnels, inklusive aufwändiger Wendemanöver, weil einige Kurven zu eng für den Bus waren. Am “Ankunftsterminal” dann erst mal keinerlei Beschilderung, wo es zu den Anschlussflügen weitergeht, das entsprechende Terminal oder Gate waren uns zu diesem Zeitpunkt, ca 40 Minuten vor der geplanten Abflugzeit noch nicht bekannt. Eine freundliche Dame, die glaube ich zum Flughafen gehörte, scannte meinen Boardingpass und verwies uns auf eine Sicherheitskontrolle, die wir erst mal über uns ergehen lassen mussten. Nach dieser wiederum sehr aufwändigen Sicherheitskontrolle fanden wir uns in einem Wartesaal für Transferbusse wieder, die Auskunft, das “bald” ein Bus käme, beruhigte uns nicht so wirklich. Aber er kam dann doch noch und schipperte uns so ziemlich die gleiche Strecke wieder zu dem Terminal zurück, an dem wir eine halbe Stunde vorher aus Edinburgh angekommen waren.

Das war, nach den anfänglichen Wirren, das erste richtige “WTF?”-Erlebnis bei diesem Transfer, doch das nächste folgte sogleich. Denn hier wurde unser Gate nicht angezeigt, wir wurden gebeten, einen Wartesaal aufzusuchen, dort würden die Gates 20 Minuten vor dem Boarding angezeigt und aufgerufen. Wir hatten mittlerweile bereits 30 Minuten vor dem planmäßigen Abflug, was unsere Unruhe steigerte. Der Flug wurde zwar als planmäßig auf der Informationstafel geführt, doch ein Gate gab es für uns immer noch nicht. Das war das zweite “WFT?”-Erlebnis. In dem großen Wartesaal gab es übrigens Cafes und Einkaufsmöglichkeiten für teure Mitbringsel, den klassischen ehemaligen Duty-Free-Shop mit Parfum, Tabak und Spirituosen, so dass bei mir der Eindruck entstand, das ganze hat System und dient nur dazu, die Leute dazu zu bringen, am Flughafen noch ein wenig einzukaufen, schließlich ist ja selbst in CDG wohl nicht jeder Umsteigepassagier so knapp dran wie wir.

Endlich wurde auch unser Gate angezeigt (etwa 18 Minuten vor der Abflugzeit) und wir mussten einen Fußweg, den wir vorhin bereits in Richtung Wartehalle bewältigt hatten, wieder zurücklaufen, um dort hin zu gelangen. Dort wurden dann drei oder vier Flugzeuge gleichzeitig geboarded und man musste fast noch aufpassen, in die richtige Schlange zu geraten, was übrigens sehr an eine Vieh-Verladestation erinnerte.

Auch wenn ich ja nicht gerne zur Springer-Presse verlinke, beschreibt dieser Artikel doch ganz gut, was dort so abgeht. In einem Air-France-Magazin, dass wir dann im Flieger nach Nürnberg vorfanden, wurde der Pariser Flughafen übrigens als effizient und komfortabel beschrieben, das war, nach den oben beschriebenen Erlebnissen noch nicht mal mehr ein “WTF?!”-Erlebnis, es fühlte sich nur noch an wie blanker Hohn.

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Greetings from the Highlands

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Greetings from Speyside

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Greetings from Loch Ness

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Greetings from Orkney

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