Greetings from Balconia

Zwei Wochen sind bereits vergangen, seit wir aus dem Urlaub zurück gekehrt sind. Meine beiden Grußbotschaften von der kroatischen Adria fielen ja entsprechend kurz aus, denn obwohl wir an Bord unserer Segelyacht sogar eine Internet-Verbindung über lokalen Mobilfunk hatten, war mir die Tipperei auf dem Tablet im Urlaub etwas zu mühsam. Zuhause auf dem Laptop ist das deutlich angenehmer und so möchte ich ein wenig aus Balkonien berichten. Heute war es leider etwas frisch, aber ansonsten genieße ich die Zeit auf unserem kleinen aber feinen Balkon in den Baumwipfeln, mit Eichhörnchen und Eichelhäher schon sehr. Wir wohnen ja auch wirklich da, wo andere Urlaub machen. Das merkt man auch wenn beispielsweise samstags die sogenannte “Bimmelbahn” herantuckert, eine der verschiedenen Segway-Stadtrundfahrten mit dem typischen Sound vorbeirauschen oder die Busse mit den Flusskreuzfahrt-Passagieren den nahe gelegenen Busparkplatz anlaufen. Auch wenn das alles jetzt nach recht viel Verkehrsaufkommen klingt, stört es eigentlich kaum. Die Tatsache, dass der Verkehr nur aus einer Richtung kommt und das viele Grün mindern etwaigen Lärm ziemlich gut. Da sind die zwitschernden Vögel deutlich lauter – heute Abend etwa konnten wir tatsächlich einer Nachtigall zuhören (von anderen ornithologischen Beobachtungen habe ich ja bereits früher berichtet).

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Zwei Run-and-Bike-Teams, im Hintergrund wird gerade gewechselt.

Heute kam der Verkehr auf der Straße unten aber einmal von der anderen Richtung. Denn wieder einmal ging die letzte Etappe der Bayern Rundfahrt, dem ranghöchsten Profi-Radrennen in Deutschland, rund um die Nürnberger Altstadt, und damit direkt bei uns vor dem Haus, vorbei. Und mit den Profis, die zehn Runden um die Altstadt fahren, ist es ja noch nicht vorbei. Sie bilden den Höhepunkt eines langen Radsport-Tages in Nürnberg. Vorher werden schon in verschiedenen Wertungen Jedermannrennen und das sogenannte “Run and Bike” ausgetragen.  Beim “Run and Bike” treten zwei Sportler als Team mit nur einem Fahrrad an. Sie dürfen sich auf der Strecke beliebig oft ablösen, wobei es beim Radfahren selbst bei den schnellen Teams dabei eher gemütlich zur Sache geht, schließlich soll der Abstand zwischen Läufer/in und Radler/in nie mehr als zehn Meter betragen. Man sieht dort übrigens sehr viele gemischte Teams und auch viele Erwachsene, die mit ihren Kindern antreten. Für Laufbegeisterte sicher ein spaßiger Event. Die Ergebnisse der verschiedenen Rennen rund um die Altstadt gibt es bei der Stadt Nürnberg.

So sieht es übrigens aus, wenn die Profis den Vestnertorgraben entlang rasen (nicht vom Balkon gefilmt):

Mit dem Rad zur Arbeit

Hier soll es nicht um die gleichnamige Aktion von ADFC und AOK gehen, aber seit einer Woche fahre ich jetzt mit dem Fahrrad zu meiner neuen Arbeitsstelle und habe richtig Spaß dabei. Das Wetter spielt ja gerade einigermaßen mit, doch auch an regnerischen Tagen möchte ich die acht Kilometer lange Strecke von Nürnberg nach Fürth durchs Pegnitztal so zurücklegen. Eventuell muss ich hier meine Ausrüstung – in dem Fall vor allem die Kleidung – noch etwas anpassen. A propos Ausrüstung: ich fahre ja mit elektrischer Unterstützung, doch ich Frage mich jetzt schon, ob das überhaupt notwendig ist. Das Pedelec unterstützt ja aus rechtlichen Gründen nur bis 25 km/h und sobald ich schneller fahre, was auf der weitgehend ebenen Strecke kein Problem wäre, komme ich mit dem schweren Teil eigentlich kaum noch auf höhere Geschwindigkeiten, was aber auch an der Übersetzung der Nabensschaltung liegt. Und so spiele ich schon eifrig mit dem Gedanken, zusätzlich zum Pedelec wieder ein normales Rad ohne Elektromotor und mit Kettenschaltung zu kaufen.

Der Blick auf die Bühne des Lebens